2017 Tansania


Tansania ein Sehnsuchtsort?!

 

 

Sehr unvermittelt waren wir im Januar 2017 gezwungen unsere bereits gebuchte Reise mit Freunden abzusagen. Wohin also in die Ferne reisen und dabei so kurzfristig organisierbar fragte ich mich. Ein Brainstorming mit Emmo und wir waren uns einig, wir fahren auf Safari nach Tansania und enden unseren Trip auf Sansibar. Es brauchte mich einige Nächte der Recherche um ein geeignetes Reisebüro in Berlin ausfindig zu machen, welches mir die dreiwöchige Reise, genau mit meinen gewünschten Übernachtungen und Überlegungen passgenau in dieser kurzen Zeit organisieren konnte. Toll war, dass unser Berater von Concept Reisen absoluter Tansaniaspezialist ist, Suhaeli spricht und somit alles in Bewegung setzte, dass wir einen unvergesslichen Urlaub haben sollten.


Ausser in Nordafrika und Südafrika war ich bis dahin noch nie in ein zentralafrikanisches Land gereist.
Groß also meine Aufregung und Neugier auf diesmal völlig unbekanntes Terrain.


Hakuna Matata! Tansania (ca. 63 Mio. Einwohner) empfängt uns mit besten Temperaturen, offenen Menschen und guter Laune! Los geht es in Arusha mit einem Geländejeep und viel Platz zu zweit mit einem wunderbaren Driver/Guide (ein guter Freund von unserem Reisebüro) gen Westen Richtung Serengeti. Beste Voraussetzungen viel über Land, Kultur und Tierwelt zu erfahren.



Der Tourverlauf unserer 2-wöchigen Safari: von Mount Meru/Kilimandscharo in den Tarangire National Park. Von dort Weiterfahrt nach Lake Manyara National Park. In der Nähe des Ngorongoro Krater haben wir 3 Übernachtungen eingeplant um all die fantastischen ersten Eindrücke der Tierwelt und unterschiedlichsten Landschaften zu verarbeiten. Wir haben die Tage in einer herrlichen Lodge einer Deutschen genossen und fühlen uns wirklich wie in "Out of Africa".


Weiter geht es via Karatu zu einem Massai Village. Natürlich kommerziell und darauf angelegt Schmuck zu verkaufen und an großzügige Geldspenden zu kommen. Neben einem Eintritt und Parkplatzgebühren die üppig ausfielen, bekommen wir aber eine sehr informative Tour durch das Village. Der Älteste dieses Dorfes spricht sehr gut Englisch und so kann man darüber hinaus Fragen stellen. Für mich hinterlässt der Besuch einen archaischen Eindruck über diesen stolzen Stamm mit ihren, für uns Europäer, teils wenig nachvollziehbaren rückwärtsgewandten Lebensweisen. In der Kontroverse von Tradition, Ritualen, Bewahren ihrer Kultur und dem allgegenwertigen Fortschritt (Schulbildung, Sprache, Gleichstellung von Frauen uvm.)  bleiben doch viele Fragen offen.


Jeder neue Tag eröffnet sich - bis heute - mit unvergesslichen Landschaften sowie unzähligen rieseigen Herden von Wildtieren. Es wird mir wieder klar, wie klein der Mensch in diesem Gefüge ist. Wie sehr jedes dieser Wildtiere in seinem natürlichen Enviroment leben sollte und was es heisst Wildtiere zu schützen. Eine unserer Übernachtungenist in einem einfachen Tented Camp in middle of nowhere. Mit Löwengebrüll einzuschlafen und morgens bei Sonnenaufgang in dieser Stille aufzuwachen, ist einfach  unbeschreiblich.

 

Und dann erreichen wir die so berühmte Serengeti. Und ja! sie ist wirklich grandios. Noch dazu wenn man die Serengeti zur Migration besucht. Riesige Trecks von Zebras, Elefanten, Antilopen, Gnus, Löwen, Leoparden uvm. Man kann es kaum in Worte fassen. Man muss es gesehen, gefühlt und gerochen haben. Speechless.

 

 

Das Wetter ist die ganze Reise im Februar durchweg ideal. Nur in der Serengeti haben wir eine Nacht ziemlich Sturm.
Für mich ganz schön beängstigend, welche Kraft so ein Sturm dort auslöst. Eine Nacht mit eher wenig Schlaf.

Die von mir gewählten Übernachtungen sind ein Querschnitt  von Lodges, Tented Camps und von Komfort und Lage abwechslungsreich.
Die Einheimischen leben vom Tourismus, sprechen Englisch und sind fröhlich, herzlich und sehr offen.


Dann erfolgt unser kurzer Flug von Seronera Airstrip nach Sansibar. Eine der Inseln des halbautonomen Teilstaats von Tansania, an der Ostküste Afrikas gelegen am Indischen Ozean. Die Insel ist reich geworden durch den Anbau teurer Gewürze und dem dunklen Kapitel des Sklavenhandels. Überall auf Sansibar gibt es sehenswerte Museen, die diesem historischen Kapitel gewidmet sind. Man geht durch die Ausstellung voller Scham und Abkehr. Doch hat genau diese Geschichte der Unmenschlichkeit Auswirkungen bis in die heutige Zeit und macht nachdenklich.

Ein Jahr zuvor habe ich eine Dokumentation über das sagenumwobene Sansibar gesehen und beschlossen, dass es auf meine Reise To Do Liste kommt. Ein Kollege hatte das Jahr zuvor ein großes Fest gefeiert und versorgte mich mit Tips und Adressen zu Einheimischen. Stone Town ist das historische Handelszentrum und Unesco Weltkulturerbe. Aus der unberührten Natur der Serengeti kommend, mussten wir uns erstmal an die tropischen Temperaturen gewöhnen. Auch, dass Sansibars Kultur und Lebensweise nun deutlich sichtbar streng muslimisch geprägt ist.

 

Eine kleine Anekdote zur Unterkunft: Gebucht habe ich für eine Woche in einem historisches Gebäude/Palast aus dem 17. Jahrhundert in Stone-Town, der nun zu einer Hotelkette gehört.  In eine der Allinclusive-Anlagen an den Stränden im Nordosten zu gehen erscheint uns wenig reizvoll.

Die Lage des Zimmers erscheint aufgrund meiner Wunschliste nicht ganz zu entsprechen und so versuche ich mein Glück der Optimierung an der Rezeption. Nach ca. 1,5 Stunden und diversen Rundgängen mit Besichtigung aller verfügbaren Zimmer und Suiten, landen wir im alten Teil des Palastes, welches normalerweise nur den ganz prominenten, zahlungskräftigen Gästen vorbehalten ist. Der Manager hat mitbekommen, dass wir Produzenten sind (kannte die Freunde der rauschenden Party) und war nun bestrebt uns nur das Beste Upgrade zu geben. Also ziehen wir in die Präsidenten-Suite ein. Secluded Eintritt, Securitybereich, einem Wohnzimmer, Küche, Esszimmer etc.

Eine Woche Leben wie eine  Prinzessin am Indischen Ozean. Yeah! Wann hat man dieses unfassbare Glück schon mal!

 

Der Rest der Insel unterteilt sich in ein eher karges, ärmliches Hinterland mit den bekannten, wunderschönen Sandstränden und Küstenabschnitten im Nordosten und Westen mit Unterkünften jeder Preiskatagorie.

 

Während ich diesen Bericht schreibe, spüre ich eine Sehnsucht nochmal in die Serengeti zu reisen.

Sansibar war eindrücklich, aber ein zweites Mal muss ich dort nicht mehr hin.

Hakuna Matata!

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